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Sidney de Paris/Bechet – Everybody Loves My Baby/the Call Of The Blues


Regulärer Preis:

49,99 €

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Nur Originalfotos – keine Symbolbilder

Format
Schellack
Stil
Jazz
Cover
VG+
Tonträger
VG+
Artikelnr.
l907

Sidney de Paris/Bechet - Everybody loves my baby/The call of the blues Schellack

Dossier Für diesen Artikel haben wir uns besonders viel Mühe gegeben.

Beschreibung

„by Arrangement with Blue Note Records, New York“ steht klein unter der Besetzungsliste — darüber prangt ein Labelname, den keine amerikanische Blue-Note-Platte trägt: Climax. Die Kölner Firma presste 1951–1953 Blue-Note-Aufnahmen von dessen Originalmatrizen. Das Etikett nennt sie: (BN 981) auf Seite A, (BN 984) auf Seite B. Genau diese Nummern führt die Blue-Note-Diskografie für eine Sitzung am 21. Juni 1944 in den WOR Studios, New York.

Dort spielten Sidney de Paris’ Blue Note Jazz Men in der Besetzung des Etiketts: de Paris (Trompete), Vic Dickenson (Posaune), Edmond Hall (Klarinette), James P. Johnson (Klavier), Jimmy Shirley (Gitarre), John Simmons (Bass), Sidney Catlett (Schlagzeug). Am Klavier saß der Mann, der 1923 „The Charleston“ schrieb: Johnson, Wegbereiter des Stride-Piano, war 1940 von einem Schlaganfall zurückgeworfen worden, nahm ab 1942 wieder auf. De Paris, damals 39 und noch nicht in der Band seines Bruders Wilbur, steuert auf Seite B mit „The Call of the Blues“ ein eigenes Stück bei. Seite A greift „Everybody Loves My Baby“ auf (Spencer Williams/Jack Palmer, 1924), knapp zwanzig Jahre zuvor vom jungen Louis Armstrong mit Clarence Williams’ Blue Five eingespielt.

Die Vorgeschichte dieser Aufnahme beginnt in Berlin: Blue Note war 1939 in New York von Alfred Lion aus Berlin-Schöneberg gegründet worden, gemeinsam mit dem Autor Max Margulis; Ende 1939 emigrierte auch Lions Berliner Jugendfreund Francis Wolff. Über Climax kamen ihre Aufnahmen Anfang der Fünfziger nach Deutschland.

Zum Exemplar: beide Etiketten vollständig, unbeschriftet, ohne Aufkleber, beidseitig mit feiner kreisrunder Ritzspur ums Mittelloch. Die Spielflächen zeigen feine Haarkratzer, tiefe Kratzer oder Ausbrüche sind nicht erkennbar.

Alle Belege (8 Quellen)
  1. Etikettenfotos beider Seiten — Label CLIMAX (blau/weiß), Zusatz „by Arrangement with Blue Note Records, New York“, BIEM-Kasten, „NOT LICENSED FOR RADIO BROADCAST“; Katalognummer 40, Seiten 40-A und 40-B; Nummern (BN 981) = „Everybody Loves My Baby“ (Palmer–Williams) und (BN 984) = „The Call of the Blues“ (Sidney de Paris); Künstlerangabe „SIDNEY DE PARIS BLUE NOTE JAZZ MEN“ mit vollständiger Besetzungsliste (de Paris trumpet, Dickenson trombone, Hall clarinet, Johnson piano, Shirley guitar, Simmons bass, Catlett drums); Zustandsbefund: Etiketten vollständig und unbeschriftet, beidseitig feine kreisrunde Ritzspur ums Mittelloch, feine Haarkratzer auf den Spielflächen.
  2. Blue Note Records Discography 1939–1944 (jazzdisco.org) — Sitzung „Sidney DeParis’ Blue Note Jazz Men“ am 21. Juni 1944, WOR Studios NYC; Matrizen BN981-0 „Everybody Loves My Baby“ und BN984-0 „The Call Of The Blues“, beide auf Blue Note 40; Besetzung identisch mit der Etikettenliste.
  3. The 78 rpm Club – Labelporträt CLIMAX (Quellenangabe dort: Discogs) — Climax war ein deutsches Label, gegründet in Köln, bestand 1951–1953 und verwendete für seine Nachpressungen ausschließlich Originalmatrizen von Blue Note — daraus die Datierung dieser Pressung auf 1951–1953.
  4. Wikipedia: Blue Note Records — Blue Note 1939 gegründet von Alfred Lion und Max Margulis; Francis Wolff emigrierte Ende 1939 in die USA und schloss sich seinem Jugendfreund Lion an.
  5. Wikipedia: Alfred Lion — Alfred Lion 1908 in Schöneberg (Berlin) geboren und dort aufgewachsen; Gründung von Blue Note 1939 gemeinsam mit dem Autor Max Margulis, der das Startkapital gab; Francis Wolff Jugendfreund aus Berlin.
  6. Wikipedia: James P. Johnson — Wegbereiter des Stride-Piano; Komponist von „The Charleston“ (1923, Revue „Runnin’ Wild“); Schlaganfall im August 1940, ab 1942 wieder umfangreiche Auftritts- und Aufnahmetätigkeit, 1944 u. a. Aufnahmen für Blue Note.
  7. Wikipedia: Sidney De Paris — Geboren 30. Mai 1905 in Crawfordsville, Indiana (am Aufnahmetag 21.06.1944 also 39 Jahre alt), gestorben 1967 in New York; Trompeter; Bruder des Posaunisten Wilbur de Paris, mit dem er erst ab 1947 fast ausschließlich zusammenspielte.
  8. Wikipedia: Everybody Loves My Baby — Musik Spencer Williams, Text Jack Palmer, 1924; frühe bedeutende Einspielung durch den jungen Louis Armstrong mit Clarence Williams’ Blue Five am 6. November 1924 in New York.

Eigene Recherche am Exemplar, Stand 19.08.2026. Jede Aussage ist belegt oder als Einschätzung gekennzeichnet.

Trackliste

A Everybody loves my baby
B The call of the blues
49,99 €

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