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Red Nichols – Entry Of The Gladiators/ Can't Help Lovin' That Man 78 Rpm


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Format
Schellack
Stil
Jazz
Cover
LC · Zustand
Artikelnr.
l016

Red Nichols - Entry of the gladiators/ Can't help lovin' that man 78 rpm

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Beschreibung

Auf dieser Seite schweigt die berühmteste Trompete der Welt. Als Louis Armstrong am 6. September 1949 für Decca „Blueberry Hill“ einsang, ließ er sein Instrument zu Hause – Produzent Milt Gabler und Arrangeur Gordon Jenkins wollten die Stimme allein. Die armstrongartigen Trompeteneinwürfe hinter dem Gesang spielt Billy Butterfield; ein Münzwurf entschied, ob er oder Yank Lawson sie übernehmen durfte.

Joe Glaser hatte seinen Klienten 1949 für fünf Jahre zu Decca zurückgeholt; Gabler betreute die Aufnahmen seither hauptamtlich und suchte den Hit. Jenkins stellte einen Chor hinter die Stimme – das Etikett kündigt ihn nüchtern als „Vocal with Chorus and Orchestra“ an. Es funktionierte: Die Aufnahme kam in die Charts und blieb jahrelang auf Billboards Jukebox- und Discjockey-Listen. Sieben Jahre später machte Fats Domino aus demselben Lied von 1940 seinen größten Pop-Erfolg.

Das Kästchen neben dem Mittelloch nennt den Verlag Chappell, bei dem das Lied 1940 erschien.

Die Pressung ist deutsch, der Rechtevermerk am Rand sagt es. Amerikanische Decca-Aufnahmen kamen nach dem Krieg in Großbritannien auf Brunswick heraus; hier ist es genauso, „Original American Recording“ steht über dem Mittelloch. In Amerika erschienen die beiden Titel getrennt – „Blueberry Hill“ auf Decca 24752, „C’est Si Bon“ auf Decca 27113. Brunswick 82409 koppelt die Sitzung vom 6. September 1949 mit der vom 26. Juni 1950: früher als Sommer 1950 kann die Pressung nicht sein, und der deutsche Nummernkreis 82024–82886 reicht bis 1956.

Zum Exemplar: Ein Vorbesitzer hat die Seite mit einem Aufkleber „51.“ nummeriert, der den Brunswick-Schriftzug anschneidet. Unter der Besetzungszeile ist das Etikett daumengroß blank gerieben, darüber quert ein Kratzer.

Alle Belege (8 Quellen)
  1. Ricky Riccardi, „65 Years of That Lucky Old Sun and Blueberry Hill“ (dippermouth.blogspot.com, 2014) — Aufnahme am 6. September 1949 für Decca mit Gordon Jenkins’ Orchester und Chor; Zitat „Louis got to leave his trumpet at home as Jenkins and Gabler just wanted to concentrate on his singing“; „a coin flip decided that Butterfield would handle the Armstrong-esque obbligatos“ (die beiden Trompeter waren Billy Butterfield und Yank Lawson); Joe Glaser handelte 1949 einen Fünfjahresvertrag mit Decca aus, Milt Gabler betreute die Aufnahmen hauptamtlich; die Platte blieb laut Billboard-Durchsicht jahrelang auf den Listen der meistgespielten Discjockey- und Jukebox-Platten. Die dort genannte Chartposition (#24) weicht von Wikipedia (#29) ab – deshalb steht im Text keine Platzziffer. Die Verkaufszahl „300.000 bis 1951“ bezieht sich in der Quelle auf „That Lucky Old Sun“, nicht auf „Blueberry Hill“, und wurde nicht verwendet.
  2. Ricky Riccardi, „Louis Armstrong – The Decca Singles: 1949-1958“ (dippermouth.blogspot.com, 2016) — Decca 24752 = „That Lucky Old Sun“ / „Blueberry Hill“, Aufnahme 6. September 1949; Decca 27113 = „La Vie En Rose“ / „C’est Si Bon“, Aufnahme 26. Juni 1950. Belegt, dass die beiden Titel dieser deutschen Platte in Amerika auf zwei verschiedenen Singles erschienen.
  3. Wikipedia (en), „Blueberry Hill (song)“ — Lied 1940 von Al Lewis, Larry Stock und Vincent Rose, veröffentlicht 1940 bei Chappell & Company (= das Verlagskästchen auf dem Etikett); Fats Dominos Fassung von 1956 erreichte Platz 2 der Billboard-Charts und wurde sein größter Pop-Erfolg; Armstrongs Decca-Aufnahme von 1949 mit Gordon Jenkins kam in die Billboard Top 40 (dort Platz 29 – abweichend von Riccardi, daher im Text ohne Platzziffer).
  4. 45worlds/45cat, „78 RPM – Louis Armstrong – C’est Si Bon (It’s So Good) / Blueberry Hill – Brunswick – Germany – 82409“ — Die Kopplung der deutschen Brunswick 82409: A-Seite „C’est Si Bon (It’s So Good)“, B-Seite „Blueberry Hill“; Land Deutschland; Jahr 1950.
  5. Internet Archive, „Louis Armstrong C’est si bon / Blueberry Hill – Brunswick 12003“ — Spätere deutsche Brunswick-Ausgabe derselben Kopplung; Besetzungsangaben je Seite: „C’est si bon“ mit Sy Oliver and his Orchestra (Seelen – Hornez – Betti), „Blueberry Hill“ mit Gordon Jenkins and his Orchestra and Chorus (Lewis – Stock – Rose).
  6. Wikipedia (en), „Brunswick Records“ — Zitat: „After World War II, American Decca releases were issued in the United Kingdom on the Brunswick label until 1968“. Belegt das Nachkriegsmuster „amerikanische Decca-Aufnahme, außerhalb der USA als Brunswick“; für die deutsche Ausgabe selbst ist der Etikettenaufdruck „Original American Recording“ der Beleg.
  7. Eigene Erhebung am Objekt — Brunswick (D), Nummernkreis 82024 bis 82886, Jahrgänge 1949-1956 (Erscheinungsjahr, confidence 60 – bewusst weite Spanne). Im Text nur als Rahmen benutzt; die engere Aussage „nicht vor Sommer 1950“ stützt sich auf das Aufnahmedatum der A-Seite (26. Juni 1950).
  8. Etikettenfotos des Exemplars (Bilder 0 bis 4 sowie Zoom-Ausschnitte) — Nur die B-Seite ist fotografiert. Etikett schwarz/gold, Brunswick-Schriftzug, „ORIGINAL AMERICAN RECORDING“, Verlagskästchen „Chappell“, rechts „Vocal with Chorus and Orchestra“; Titel „Blueberry Hill“, Komponistenzeile „(Al Lewis – Larry Stock – Vincent Rose)“, Interpretenzeile „Louis Armstrong and Gordon Jenkins and his Orchestra and Chorus“, Katalognummer „82409 B“. Deutscher Rechtevermerk am Rand: „... VERVIELFÄLTIGUNG, ÖFFENTLICHE AUFFÜHRUNG UND VERBREITUNG DIESER PLATTE DURCH RUNDFUNK IST UNTERSAGT ◆ ALLE RECHTE DES PLATTEN-HERSTELLERS UND DES EIGENTÜMERS DES AUFGENOMMENEN WERKES VORBEHALTEN“. Zustand: Klebeetikett mit rot geschriebener „51.“ über dem oberen Teil des Brunswick-Schriftzugs; unterhalb der Interpretenzeile eine daumengroße blank geriebene Stelle, darüber ein feiner Kratzer quer über das Etikett.

Eigene Recherche am Exemplar, Stand 18.08.2026. Jede Aussage ist belegt oder als Einschätzung gekennzeichnet.

Trackliste

A Can't help lovin' that man
B Entry of the gladiators
69,99 €

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