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David Bowie - China Girl 7'' Vinyl Germany ✓ Ähnliches Exemplar gerade verfügbar — jetzt ansehenMeade Lux – Boogie Woogie At The Philharmonic
49,99 €
- Format
- Schellack
- Stil
- Blues
- Cover
- VG+
- Artikelnr.
- l812
Meade Lux Lewis - Boogie Woogie at the Philharmonic/ Medium Schellack 78 rpm
Dossier Für diesen Artikel haben wir uns besonders viel Mühe gegeben.
Beschreibung
Der Titel nennt einen Saal, in dem diese Aufnahme nicht entstand: Im Philharmonic Auditorium in Los Angeles hatte Norman Granz seine Konzertreihe am 2. Juli 1944 eröffnet. Der Name entstand dort nebenbei, weil die Druckerei "A Jazz Concert at the Philharmonic Auditorium" auf "Jazz at the Philharmonic" kürzte - und dabei blieb es, auch als die Reihe andere Säle bespielte. Nach Katalognummer und Kopplung entstanden die beiden Soli am 22. April 1946 im Embassy Auditorium; die Diskografien führen sie als D 266 und D 267.
Im Konzert jenes Abends spielten Charlie Parker, Coleman Hawkins und Lester Young; Meade Lux Lewis trat allein am Klavier auf. Was das Etikett "Medium Boogie" nennt, ist seine eigene Komposition "Yancey Special", 1936 für Decca aufgenommen und eine Verbeugung vor Jimmy Yancey, der den jungen Lewis geprägt hatte - hier zu "Yancay Special" verdruckt. Die Rückseite bringt den "Fast Boogie", die Schwesterplatte 6021 den langsamen und "Honky Tonk Train Blues" - drei der vier Seiten sind nur nach Tempo benannt.
Sein Debüt war 1927 "Honky Tonk Train Blues" bei Paramount, den Durchbruch brachte 1938 John Hammonds "From Spirituals to Swing", danach das Trio mit Albert Ammons und Pete Johnson im Café Society. 1947 stand Lewis auch für den Film "New Orleans" vor der Kamera.
Dokumentiert ist die Ausgabe auf Disc (New York) 6020, Granz' Label für JATP-Mitschnitte. Dieses Exemplar trägt dieselbe Nummer auf dem Etikett "Melo Jazz", das in den erreichbaren Diskografien fehlt; wer es wann presste, ist offen. Der Rand trägt den Vermerk "Not licensed for radio broadcast", ein Granz-Credit fehlt. Am Spindelloch ist das Etikettenpapier eingerissen, eine Lasche ragt in die Bohrung; eine Matrizenprägung ist nicht sichtbar.
Alle Belege (11 Quellen)
- Etikettenfotos beider Seiten — Label MELO JAZZ (Logo mit Trompeterfigur, im Mittel-O USA), 6020 A / 6020 B, Titel BOOGIE WOOGIE AT THE PHILHARMONIC mit MEDIUM BOOGIE (YANCAY SPECIAL) bzw. FAST BOOGIE, Meade Lux Lewis (Piano Soli), Randschrift NOT LICENSED FOR RADIO BROADCAST. Kein Komponist, kein Jahr, kein Granz-Credit, kein Disc-Labelname. Matrizenpraegung nicht sichtbar. Etikettenpapier am Spindelloch eingerissen, Papierlasche ragt in die Bohrung.
- Internet Archive, Great 78 Project: Disc 6020 A — Erste dokumentierte Ausgabe der Kopplung: Label Disc (New York), Katalognummer 6020A, Matrize D266, Medium Boogie, Meade Lux Lewis Piano solo, under the personal supervision of Norman Granz.
- Internet Archive, Great 78 Project: Disc 6020 B — Rueckseite derselben Ausgabe: Disc 6020B, Matrize D267, FAST BOOGIE.
- jazzdisco.org, Verve Records Discography 1944-1946 — Aufnahmedatum und Saal: Meade Lux Lewis Solo At JATP, Embassy Auditorium, Los Angeles, 22. April 1946 - Medium Boogie (D266), Fast Boogie (D267), Slow Boogie (D268), Honky Tonk Train Blues (D269); spaeter Mercury MGC-506 / MG-25158. Die Musiker des ersten Konzerts vom 2. Juli 1944 (Philharmonic Auditorium) sind dort separat gefuehrt - Lewis gehoert nicht dazu.
- plosin.com, Miles Ahead - Session Embassy Auditorium 22.04.1946 — Unabhaengige Bestaetigung von Datum und Saal sowie der Besetzung des Abends: Charlie Parker, Buck Clayton, Willie Smith, Coleman Hawkins, Lester Young, Ken Kersey, Irving Ashby, Billy Hadnott, Buddy Rich, Norman Granz als Ansager.
- Wikipedia: Jazz at the Philharmonic — Granz eroeffnete die Reihe am 2. Juli 1944 im Philharmonic Auditorium, Los Angeles; der Name entstand, weil die Druckerei der Werbebeilagen A Jazz Concert at the Philharmonic Auditorium kuerzte; die Konzerte verliessen den Saal, der Name blieb; die Mitschnitte 1945-1947 erschienen bei Asch/Disc/Stinson.
- Wikipedia: Meade Lux Lewis — Honky Tonk Train Blues als Plattendebut 1927 bei Paramount; Durchbruch durch John Hammonds From Spirituals to Swing 1938; danach Trio mit Albert Ammons und Pete Johnson, Engagement im Cafe Society; Filmauftritt in New Orleans (1947).
- Wikipedia: Jimmy Yancey — Yancey (um 1895-1951), Chicagoer Boogie-Woogie-Pianist, beeinflusste juengere Musiker, darunter Meade Lux Lewis und Albert Ammons - Grundlage fuer die Formulierung, er habe den jungen Lewis gepraegt.
- honkingduck.com, Meade Lux Lewis Discography — Yancey Special: Aufnahme 11. Januar 1936, Matrize C90561, Decca 819A (auch 3387B, 25263B), Komponist Meade Lux Lewis.
- 78discography.com, Disc Records numerical listing — Disc 6020 = Meade Lux Lewis, Medium/Fast Boogie (Matrizen 266/267); Schwesterplatte Disc 6021 = Slow Boogie / Honky Tonk Train (268/269). Die Seitenzuordnung A/B ist dort gegenlaeufig zum Etikett und zu archive.org - deshalb im Text keine A/B-Aussage ueber die Schwesterplatte.
- Internet Archive Volltextsuche nach Melo Jazz — Negativbefund (numFound 0): das Label Melo Jazz ist im 78er-Bestand des Internet Archive nicht nachweisbar; ebenso ohne Treffer bei 78discography.com, jazzdisco.org und in der Websuche. Grundlage fuer wer es wann presste, ist offen.
Eigene Recherche am Exemplar, Stand 19.08.2026. Jede Aussage ist belegt oder als Einschätzung gekennzeichnet.
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