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Raze - Break 4 Love 12'' Vinyl Maxi Germany ✓ Ähnliches Exemplar gerade verfügbar — jetzt ansehenJelly Roll Morton – Beale Street Blues/ The Pearls
39,99 €
- Format
- Schellack
- Stil
- Jazz
- Cover
- VG+
- Tonträger
- VG+
- Artikelnr.
- l855
Jelly Roll Morton - Beale Street Blues/ The Pearls Schellack
Dossier Für diesen Artikel haben wir uns besonders viel Mühe gegeben.
Beschreibung
„(Recorded June 10th, 1927)“ – beide Etiketten dieser Platte nennen nicht das Erscheinungsjahr, sondern den Tag, an dem die Musik entstand. Herausgebracht wurde sie ein Vierteljahrhundert später in England.
Amerikanische Victor-Aufnahmen erschienen in Großbritannien bei HMV; erst 1957 wechselte RCA zu Decca. HMV brachte amerikanischen Jazz in eigenen Sammlerreihen heraus, seit 1932 als „Hot Rhythm Records“, später in einer „Swing Series“. Diese Platte gehört zur „Swing Music 1952 Series“, und jede Seite trägt darin eine eigene Nummer: „The Pearls“ ist Nr. 9, „Beale Street Blues“ Nr. 10. Gezählt wurden Seiten, nicht Platten. Barrs Datierungsführer ordnet B 10341 den Jahren 1952/53 zu.
Am 10. Juni 1927 spielten in Chicago acht Musiker: George Mitchell (Kornett), Gerald Reeves (Posaune), Johnny Dodds (Klarinette), Stump Evans (Altsaxophon), Morton am Klavier, Bud Scott (Gitarre), Quinn Wilson (Tuba) und Baby Dodds (Schlagzeug). Bei den Peppers-Sitzungen des Vorjahres hatte Omer Simeon die Klarinette geführt. In Amerika erschien die Kopplung als Victor 20948.
„The Pearls“ ist Mortons eigene Komposition, „Beale Street Blues“ stammt von W. C. Handy, 1917 im Selbstverlag erschienen und nach der Vergnügungsstraße des schwarzen Memphis benannt. Morton, der für sich beanspruchte, den Jazz erfunden zu haben, spielt hier ein fremdes Stück – und sein eigenes daneben.
Am Exemplar: B.10341, „Made in England“. Die Matrizen OA.38662 und OA.38661 tragen unter britischem Präfix die Nummern der amerikanischen Victor-Matrizen. Die Verlagskästen nennen Darewski/Chappell und Francis Day. Beide Etiketten sind vollständig und lesbar, das Mittelloch unbeschädigt; neben ihm sitzt auf der Beale-Street-Seite eine kleine längliche Prägung im Papier.
Alle Belege (10 Quellen)
- Etikett Seite „The Pearls“ — Rotes HMV-Etikett mit Golddruck, Nipper-Vignette, „MADE IN ENGLAND“, „SPEED 78“, Katalognummer „B.10341“. Reihenzeile „SWING MUSIC 1952 SERIES—No. 9“. Titel „THE PEARLS“, „(Morton)“, „JELLY-ROLL MORTON AND HIS RED HOT PEPPERS“, „(Recorded June 10th, 1927)“. Verlagskästen „DAREWSKI“ und „CHAPPELL“. Matrize „OA.38662“. Fußzeile „THE GRAMOPHONE CO., LTD.“
- Etikett Seite „Beale Street Blues“ — Gleiche Gestaltung, gleiche Katalognummer „B.10341“. Reihenzeile „SWING MUSIC 1952 SERIES—No. 10“. Titel „BEALE STREET BLUES“, „(W. C. Handy)“, „JELLY-ROLL MORTON AND HIS RED HOT PEPPERS“, „(Recorded June 10th, 1927)“. Verlagskasten „FRANCIS DAY“. Matrize „OA.38661“. Zustand: beide Etiketten vollständig und lesbar, Mittelloch unbeschädigt; neben dem Mittelloch dieser Seite eine kleine längliche Prägung im Etikettenpapier.
- Jelly Roll Morton Discography, Hot Club of New York — Sitzung „952 N. Michigan Avenue, Chicago, June 10, 1927“, Bandkredit „Jelly Roll Morton’s Red Hot Peppers“, Besetzung „George Mitchell (cnt) Gerald Reeves (tb) Johnny Dodds (cl) Stump Evans (as) Jelly Roll Morton (p) Bud Scott (g) Quinn Wilson (tu) Baby Dodds (d)“; Matrizen 38661 (Beale Street Blues) und 38662 (The Pearls), beide auf Victor 20948. Dieselbe Diskografie führt die Peppers-Sitzungen von 1926 mit Omer Simeon an der Klarinette.
- Red Hot Jazz Archive, „Jelly Roll Morton’s Red Hot Peppers“ (bei The Syncopated Times) — Komponistenzuschreibung „Beale Street Blues (W.C. Handy)“ und „The Pearls (Jelly Roll Morton)“, beide 6-10-1927 Chicago, Victor 20948-A bzw. 20948-B, Matrizen 38661-1 und 38662-3. Bestätigt Datum und Kopplung unabhängig von Quelle 3.
- Wikipedia, „Beale Street Blues“ — Komposition von W. C. Handy, 1917 veröffentlicht; Handy fand keinen guten Verlagsvertrag und brachte das Stück selbst heraus. Benannt nach der Beale Street in Memphis, dem Vergnügungsviertel der schwarzen Bevölkerung der Stadt.
- Wikipedia, „Jelly Roll Morton“ — Morton beanspruchte für sich, den Jazz erfunden zu haben („also claimed to have invented the genre“; „Morton’s claim to have invented jazz in 1902 was criticized“, belegt mit Scott Yanow).
- John Rosie, „How the 78 rpm record helped popularise jazz“, National Jazz Archive, 1.11.2021 — Britische Firmen führten Jazz-Reihen für Sammler, „including HMV’s ‘Hot Rhythm Records’ from 1932 and ‘Swing Series’“; britische Ausgaben amerikanischer Aufnahmen waren „usually reissues of previous recordings made for the US market“. Das Startjahr 1932 gilt ausdrücklich nur für die ‘Hot Rhythm Records’, nicht für die ‘Swing Series’ — im Text entsprechend getrennt formuliert.
- Around and Around, „RCA (to 1957, HMV)“ — „At that point, RCA was released via HMV in Britain.“ und „RCA imported records pressed by The Gramophone Company (HMV) in Britain.“ Der Seitentitel („RCA (to 1957, HMV)“) und die Schwesterseite („RCA (1957-68, Decca)“) datieren den Wechsel zu Decca auf 1957.
- Eigene Erhebung am Objekt — His Master’s Voice (GB), Popularserie 25 cm, Serie B: Nummer 10341 fällt in den Bereich 1952–1953 (Erscheinungsjahr, confidence 80). Deckt sich mit der Reihenbezeichnung „Swing Music 1952 Series“ auf dem Etikett.
- Nicht verwendet: Wikipedia „Beale Street Blues“ datiert eine Morton-Aufnahme des Stücks auf den 21.9.1926, Victor 20415, gekoppelt mit „The Pearls“ (belegt mit Tom Lord) — Widerspricht dem Etikett („Recorded June 10th, 1927“) und zwei Diskografien (Victor 20948).
Eigene Recherche am Exemplar, Stand 16.09.2026. Jede Aussage ist belegt oder als Einschätzung gekennzeichnet.
Trackliste
| A | Beale Street Blues | |
| B | The Pearls |
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Danke für die prompte Zusendung. Artikel wie beschrieben. Gerne wieder.
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