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Glenn Miller – Jersey Bounce/ St. Louis Blues Schellack 78 Rpm


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Format
Schellack
Stil
Jazz
Cover
VG+
Artikelnr.
l202

Glenn Miller - Jersey bounce/ St. Louis Blues Schellack 78 rpm

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Beschreibung

Die „Jersey Bounce“-Seite dieser Electrola nennt fünfzehn Musiker, dazu ein Aufnahmedatum und das Wort „Konzertaufnahme“: May, McMickle, Lipkins und Best an den Trompeten, McGregor, Hacket, Goldberg, Purtill in der Rhythmusgruppe. Die deutsche Ausgabe verdruckte mehrere Namen – Al Klink erscheint als „Kling“, Bobby Hackett als „Hacket“. Miller selbst fehlt in der Liste, ebenso Tex Beneke.

Eine Studioaufnahme ist das nicht. RCA Victor veröffentlichte 1951 auf „Glenn Miller Concert“ Mitschnitte, die auf Millers Veranlassung privat vom Sender genommen worden waren; „Jersey Bounce“ und „St. Louis Blues“ stehen dort nebeneinander. Dass Electrola diese Nachbarschaft übernahm, liegt nahe – belegt ist es nicht.

„Hacket (g)“ ist der Eintrag, der hängen bleibt: Bobby Hackett, bekannt als Kornettist, kam 1941 als Gitarrist zu Miller – nach einer Zahnoperation konnte er nicht blasen. Datiert ist nur diese Seite: auf den 3. eines Sommermonats 1942, die Monatsziffer läuft durch einen Riss im Etikettenpapier. Es sind Millers letzte Monate als ziviler Bandleader; am 24. September 1942 sendete er zum letzten Mal für Chesterfield, am 7. Oktober meldete er sich zur Armee.

„Jersey Bounce“ war damals der Hit der Konkurrenz: Benny Goodmans Instrumentalfassung stand 1942 vier Wochen auf Platz eins. Der mitgedruckte „Wright“ ist der Textdichter Buddy Feyne unter Pseudonym – einen Sänger nennt das Etikett nicht. Die andere Seite bringt Handys „St. Louis Blues“; die Marschfassung entstand erst 1943 bei Millers Army-Air-Force-Band.

Zum Exemplar: EG 7795, Matrizen EL VB 2941/2942, laut Sammlerangaben 1952 gepresst. Beide Etiketten tragen einen Aufkleber „15“; das Papier ums Mittelloch ist ringförmig abgerieben und von einem feinen Riss durchzogen.

Alle Belege (9 Quellen)
  1. — Electrola EG 7795, „Made in Germany“, Randumschrift und Firmenzusatz „Electrola Gesellschaft m.b.H. Berlin und Nürnberg“; Seite „St. Louis Blues“ (W. C. Handy, Matrize EL VB 2942, Verlagsraute Francis Day, London-Berlin-Paris), Seite „Jersey Bounce“ (Wright-Plater-Bradshaw-Johnson, Matrize EL VB 2941, Stempel „Mecolico“); beide Seiten „Konzertaufnahme“ und „Swing music“; Aufnahmedatum „Aufgen. 3. ?. 1942“ (Monatsziffer durch Etikettenriss beschädigt, Lesung 6 oder 8); Besetzungsliste „May, McMickle, Lipkins, Best (tp), Priddy, Tanner, D’Annolio (tb), Cacares, Kling, Martin, Schwartz (s), McGregor (p), Hacket (g), Goldberg (b), Purtill (d)“; Zustand: Aufkleber „15“ auf beiden Etiketten, Papier um das Mittelloch ringförmig abgerieben, feiner Riss durch das Etikett
  2. — Vollständige Bandbesetzung im Februar 1942: Best, Lipkins, May, McMickle (tp); Miller, D’Annolfo, Priddy, Tanner (tb); Beneke, Caceres, Klink, Skip Martin, Wilbur Schwartz (reeds); Purtill, Doc Goldberg, Bobby Hackett (Gitarre/Kornett), Chummy MacGregor – deckt die Etikettenliste und deren verdruckte Schreibweisen ab; belegt zugleich, dass Tex Beneke im Februar 1942 zur Band gehoerte, auf dem Etikett aber nicht genannt ist
  3. — RCA Victor veröffentlichte 1951 „Glenn Miller Concert, Volume 1“ (LPT-16) mit Rundfunkmitschnitten aus Millers Archiv der Chesterfield-Sendungen; Titelfolge enthält „Jersey Bounce“ und „St. Louis Blues / Georgia On My Mind / Tiger Rag / Everybody Loves My Baby
  4. — „When Glenn Miller asked Bobby to join his band, he’d just had dental surgery and couldn’t play his horns“; Hackett kam 1941 als Gitarrist (und späterer Trompetensolist) zu Miller
  5. — Autoren Tiny Bradshaw, Eddie Johnson, Bobby Plater; Text von Buddy Feyne unter dem Pseudonym „Robert B. Wright“; Benny Goodmans Instrumentalfassung 1942 vier Wochen auf Platz eins
  6. — Letzte Chesterfield-Sendung am 24. September 1942, letztes Konzert der Zivilband am 27. September 1942 in Passaic, New Jersey, Eintritt in die Armee am 7. Oktober 1942; vermisst seit 15. Dezember 1944
  7. — Die Marschfassung des „St. Louis Blues“ entstand 1943 mit Millers Army-Air-Force-Band, nicht mit der Zivilband
  8. — Datierung der deutschen Schellackausgabe auf 1952
  9. — Electrola-Serie „EG“ (D) läuft 1939–1953, Vertrauensgrad 60 – verträglich mit der Datierung 1952, engt sie aber nicht ein

Eigene Recherche am Exemplar, Stand 19.08.2026. Jede Aussage ist belegt oder als Einschätzung gekennzeichnet.

Trackliste

A Jersey bounce
B St. Louis Blues
49,99 €

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