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David Bowie - China Girl 7'' Vinyl Germany ✓ Ähnliches Exemplar gerade verfügbar — jetzt ansehenColonial Club Orchestra – Sonny Boy/ Blue Night Schellack 78 Rpm
39,99 €
- Format
- Schellack
- Stil
- Jazz, Pop
- Cover
- VG+
- Artikelnr.
- l129
Colonial Club Orchestra - Sonny boy/ Blue night Schellack 78 rpm
Dossier Für diesen Artikel haben wir uns besonders viel Mühe gegeben.
Beschreibung
Die Jahreszahl im Kästchen ist kein Erscheinungsjahr. „R.-Ges. 22. 5. 1910“ meint das Reichsgesetz, mit dem das Reich sein Urheberrecht der revidierten Berner Übereinkunft anpasste; „Ammre“ daneben ist die Anstalt für mechanisch-musikalische Rechte, die die Gebühren einzog. Ein Rechtsvermerk, kein Datum.
Aufgenommen wurde am 8. Oktober 1928, neun Tage nach dem allgemeinen US-Start des „Singing Fool“. Aus Al Jolsons Teiltonfilm stammt „Sonny Boy“; seine Aufnahme: zwölf Wochen Platz eins, Millionenseller. Überliefert ist, dass DeSylva, Brown und Henderson es absichtlich rührselig schrieben, um Jolson loszuwerden. Er nahm es ernst — und steht hier als Erster in der Komponistenzeile.
Wer an dem Tag vor dem Colonial Club Orchestra stand, ist strittig. Der Name war ein Brunswick-Studioname; Bob Haring gilt seit Mai 1926 als Leiter, die Aufnahmebücher weisen die Sitzungen bis 1928 aber Louis Katzman zu — der auf der Rückseite als Mitkomponist von „Blue Night“ steht. Die Sitzungsleitung übernahm Haring erst 1929.
Unter den englischen Titel setzt die deutsche Ausgabe zwei Übersetzungen: „Kannst du mir gut sein“ und, spanisch, „Muchacho sonriente“; die Rückseite ebenso. Der deutsche gehört nicht zum bekannten „Schlaf und träume süß“, sondern zur zweiten Fassung derselben Autoren, Deckname „Roxy“. Ob die Platte dem deutschen Kinostart am 3. Juni 1929 vorauslief oder folgte, sagt sie nicht. Der Randaufdruck nennt eine Firma, die ihr Plattengeschäft im April 1930 an Warner Bros. verkaufte — mehr nicht.
Am Objekt: tiefbraunes Etikett mit Goldschrift, Order No. A 8068, Cat. 4082 A/B. Die Matrizen E 28456 und E 28457 stammen aus der Diskografie, nicht vom Stück. A-Etikett sauber, B-Etikett mit feinen Kratzern und hellem Abriebring.
Alle Belege (12 Quellen)
- Eigene Erhebung am Objekt — Brunswick, tiefbraunes Etikett mit Goldschrift, B im Wappen, Randschrift „THE BRUNSWICK-BALKE-COLLENDER COMPANY“, oben rechts beidseitig „ORCHESTRA“. A-Seite: „SONNY BOY / Kannst du mir gut sein | Muchacho sonriente / Foxtrot (Jolson=Sylva=Brown=Henderson) / COLONIAL CLUB ORCHESTRA / (S. B. & H. N. Y.)“, Order No. A 8068, im Kasten „R.-Ges. 22. 5. 1910 / Ammre“, Cat. No. 4082 A. Jolson steht in dieser Komponistenzeile an erster Stelle. B-Seite: „BLUE NIGHT / Blaue Nacht | Noche de farra / Fox-trot (Mahoney=Rollins=Katzman) / COLONIAL CLUB ORCHESTRA / (T. B. H. N. Y.)“, gleiche Order No. und Rechtszeile, Cat. No. 4082 B. Kein Dirigenten- oder Leiternname, keine eingeprägte Matrize im Bildausschnitt, kein Aufnahmeort. Zustand: A-Etikett sauber und glänzend; B-Etikett mit einem Büschel feiner Kratzer über der unteren Hälfte und einem hellen Abriebring um das Mittelloch. (Die Klammerkürzel „S. B. & H.“ und „T. B.
- The Online Discographical Project (78discography.com), Brunswick 78rpm numerical listing 4000–4500, abgerufen 2026-09-06 — Brunswick 4082 = Colonial Club Orch.: „BLUE NIGHT (vOS)“, Matrize E28457, und „SONNY BOY“, Matrize E28456, Komponistenzeile „DeSYLVA-BROWN-HENDERSON-JOLSON“; beide Seiten mit dem Datum 10/8/28, also 8. Oktober 1928. Belegt Aufnahmedatum, Matrizennummern und die Zuordnung der Kopplung zu Katalognummer 4082. Der Eintrag nennt KEINEN Aufnahmeort; deshalb steht im Dossier kein Ort beim Aufnahmedatum.
- Wikipedia (en): The Singing Fool — Uraufführung 19. September 1928 in New York, allgemeiner US-Kinostart 29. September 1928. Daraus die Angabe „neun Tage“ zwischen dem allgemeinen US-Start und der Aufnahmesitzung vom 8. Oktober 1928. Im Dossier ist bewusst vom „allgemeinen US-Start“ die Rede, nicht vom Kinostart schlechthin — von der Uraufführung an gerechnet wären es 19 Tage.
- Wikipedia (en): Sonny Boy (song) — Lied aus „The Singing Fool“ (1928), gesungen von Al Jolson; Jolsons Aufnahme stand zwölf Wochen auf Platz eins und war ein Millionenseller. Ferner die überlieferte Entstehung: DeSylva, Brown und Henderson schrieben es bewusst rührselig, um Jolson loszuwerden — im Dossier ausdrücklich als Überlieferung gekennzeichnet („Überliefert ist, dass …“).
- Wikipedia (de): Sonny Boy (Lied) — Deutscher Text von Robert Gilbert und Ernst Neubach, Fassung „Schlaf und träume süß, Sonnyboy“; daneben eine zweite Textvariante mit dem Refrainbeginn „Kannst du mir gut sein“, veröffentlicht unter dem Decknamen „Roxy“, hinter dem dieselben beiden Autoren stehen. Deutscher Kinostart als „Der singende Narr“ am 3. Juni 1929 im Berliner Gloria-Palast. Die Quelle unterscheidet die beiden Fassungen, vergleicht aber NICHT ihre Verbreitung — das Dossier nennt die Etikettenfassung deshalb nur „die zweite“, nicht „die seltenere“, und leitet aus ihr auch keine Datierung hinter den Kinostart ab.
- Wikipedia (en): Bob Haring — Haring wurde im Mai 1926 Leiter des Colonial Club Orchestra; zum musikalischen Leiter der New Yorker Brunswick-Laboratorien wurde er im April 1929 ernannt. Belegt die im Dossier genannte Zuschreibung „gilt seit Mai 1926 als Leiter“; der Artikel sagt nichts über die Leitung einzelner Aufnahmesitzungen.
- Eigene Erhebung am Objekt — Die Colonial-Club-Sitzungen von 1926 bis 1928 wurden nach den Aufnahmebüchern von Louis Katzman geleitet, Brunswicks Hausleiter; Bob Haring übernahm die Leitung der Sitzungen erst 1929, nachdem er musikalischer Leiter geworden war. Diese Zuschreibung steht der Wikipedia-Angabe (Haring ab Mai 1926 Leiter der Formation) entgegen; das Dossier nennt beide und entscheidet nicht — die Sitzung vom 8. Oktober 1928 fiele nach dieser Quelle in Katzmans Zeit. Einschränkung: die Primärseite war nicht direkt abrufbar, der Befund stammt aus zwei unabhängigen Suchabfragen, die denselben Wortlaut wiedergeben. Belegt ausserdem, dass „Colonial Club Orchestra“ von 1926 bis 1931 als Brunswick-Aufnahmepseudonym gefuehrt wurde — dafuer steht im Dossier „ein Brunswick-Studioname“.
- Pat Costa, „Brunswick Records“ (Label-Datierung nach Firmennamen), abgerufen 2026-09-06 — „If the record has … the phrase ‚The Brunswick-Balke-Collender Company‘ at the bottom, it was made probably between 1928-1930“; ab 1930 nennen die Etiketten „Brunswick Radio Corporation“, ab 1932 „Brunswick Record Corporation“. April 1930. WICHTIG: Die Regel beschreibt AMERIKANISCHE Brunswick-Etiketten. Diese Platte ist eine deutsche Ausgabe; wie schnell deutsche Pressungen dem Firmenwechsel folgten, ist nicht belegt. Das Dossier nennt deshalb nur das Verkaufsdatum als grobe Obergrenze und behauptet kein Pressjahr.
- Wikipedia (de): Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte — „1909 gründete die GDT eine zweite Gesellschaft, welche sich ausschließlich mit der Verwertung mechanischer Vervielfältigungsrechte für Schallplatten befasste, die Anstalt für mechanisch-musikalische Rechte GmbH (AMMRE)“; „Die … AMMRE wurde 1938 an die STAGMA angegliedert.“ Belegt die Auflösung des Etikettenkürzels „Ammre“ und ihre Zuständigkeit für die mechanischen Rechte.
- Deutsches Reichsgesetzblatt 1910 S. 793: Gesetz zur Ausführung der revidierten Berner Übereinkunft vom 13. November 1908, vom 22. Mai 1910; dazu das Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst vom 19. Juni 1901 (Wikisource) — Das Gesetz vom 22. Mai 1910 änderte das Urheberrechtsgesetz vom 19. Belegt, dass die Datumsangabe „22. 5. 1910“ auf dem Etikett ein Rechtsvermerk ist und kein Erscheinungsjahr.
- Eigene Erhebung am Objekt — Einziger Treffer für „Brunswick“ + 4082: Serie „Brunswick (GB)“, Nummernkreis 4001–4999, Jahre 1940–1947, confidence 60, Anmerkung „überwiegend Wiederveröffentlichungen“. Das ist die britische Serie und passt weder zur deutschsprachigen Ausgabe noch zur belegten Aufnahme von 1928; der Treffer wurde verworfen und die Datierung nicht auf ihn gestützt.
- Eigene Erhebung am Objekt — Vorbefüllung nennt Artist, Titel, Label Brunswick, catalog_number „4082 A“ — bestätigt.
Eigene Recherche am Exemplar, Stand 06.09.2026. Jede Aussage ist belegt oder als Einschätzung gekennzeichnet.
Trackliste
| A | Sonny boy | |
| B | Blue night |
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